Anlässlich des Safer Internet Day am 10. Februar 2026 trafen sich die AKJS gemeinsam mit den zwei engagierten FSJlerinnen des Stadtjugendrings Undine und Lena, um die Ergebnisse unserer Umfragen sowie daraus abgeleitete Forderungen persönlich an den Minister für Bildung, Jugend und Sport, Steffen Freiberg, zu übergeben.

Im Gespräch stellten wir die zentralen Erkenntnisse der Brandenburger Plakataktion sowie einer begleitenden Straßenumfrage in Potsdam vor. Die Ergebnisse wurden in einem TikTok-Clip auf dem Kanal des Stadtjugendrings und in einer fachlich fundierten Stellungnahme gebündelt, worin wir die Perspektiven junger Menschen einordnen und konkrete Handlungsbedarfe formulierten.

Im anschließenden Austausch mit Minister Freiberg und der Landes-Kinder- und Jugendbeauftragten Katrin Krumrey stand die Frage im Mittelpunkt, wie junge Menschen in Brandenburg bei der Nutzung digitaler Räume besser begleitet und zugleich stärker in Entscheidungsprozesse rund um Handy- und Social-Media-Nutzung einbezogen werden können.

Der Minister unterstrich die Bedeutung der Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen rechtlich weiter zu stärken. Zudem sprach er sich für Altersbeschränkungen bei bestimmten Social-Media-Plattformen aus.

Auch die beiden FSJlerinnen Lena und Undine unterstützten die Forderung nach klaren Altersregelungen. Gleichzeitig betonten sie jedoch die Notwendigkeit einer kontinuierlichen medienpädagogischen Begleitung. Aus ihrer Sicht ist entscheidend, dass junge Menschen von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und Eltern ernst genommen werden – als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelt. Sie wünschen sich, dass die Perspektive junger Menschen während des Aufwachsens gehört und in Entscheidungen einbezogen wird.

Die AKJS hob darüber hinaus hervor, wie wichtig die gezielte Unterstützung von Eltern sowie pädagogischen Fachkräften ist – insbesondere im Hinblick auf eine Haltung, die junge Menschen nicht nur schützt, sondern auch beteiligt und Aufmerksam begleitet. Es ist besonders wichtig, die persönliche Integrität von Kindern und Jugendlichen bei der Mediennutzung umfassend zu schützen – nicht nur in Social-Media-Angeboten, sondern auch bei neuen Diensten wie KI-Chatbots.

Die befragten Jugendlichen machten deutlich, dass sie sich mehr passende und erreichbare außerschulische Angebote und verlässliche Beziehungsangebote wünschen. Diese Strukturen gilt es nachhaltig zu stärken und auszubauen.

Der Termin war geprägt von einem offenen und konstruktiven Dialog. Minister Freiberg nahm die Perspektiven der jungen Menschen aufmerksam auf und stellte den Beteiligten Ideen vor, wie ihre Stimmen und Ideen ganz konkret eingebracht werden können. Er stellt in Aussicht, die Stellungnahme sowie die Anregungen aus dem Gespräch in weitere Beratungen einzubringen.