Das diesjährige Thema des Safer Internet Days am 10.2.2026  spielt eine zentrale Rolle in der Lebenswelt junger Menschen. Der gesellschaftliche Diskurs befasst sich unterdessen mit Handy- und Social-Media -verboten für Kinder und Jugendliche.

Daher sind wir ein Stück zurückgetreten und haben die Themen verbunden, denn ohne Smartphone keine KI-Beziehung und ohne Social Media sehr viel weniger digitale Plattform dafür. Und wo kein Ort für Austausch ist, da gibt es auch keine Möglichkeit für Begleitung und Bildung.

Viele Erwachsene wünschen sich klare Regeln, weil sie sich Sorgen um Konzentration, übermäßige Mediennutzung und Gefahren im digitalen Raum machen. Gleichzeitig sind Handys und Social Media für viele junge Menschen ein fester Bestandteil ihres Alltags – zum kreativ sein, Lernen, Spielen und Beziehungen pflegen.

Gerade deshalb ist es wichtig, Kinder und Jugendliche in die Diskurse einzubeziehen. Sie wissen am besten, welche Rolle das Handy in ihrem Leben spielt und welche Unterstützung ihnen fehlt – und wie sinnvolle Regeln aussehen könnten. Ganz im Sinne der Kinderrechtskonvention möchten wir, dass ihre Stimme in dieser Debatte gehört wird. Wir haben uns deshalb anlässlich des Safer Internet Day 2026 umgehört….

Das Projekt Plakate

Dafür haben wir ein Plakat gestaltet, das wir Brandenburger Fachkräften zur Verfügung gestellt haben, um mit den jungen Menschen, mit denen sie arbeiten, ins Gespräch zu kommen. Das Plakat sollte als Gesprächsanlass für eine Diskussion rund um das Thema Handy-Verbote dienen.

Kinder und Jugendliche waren eingeladen, dort anschließend ihre Meinungen und Argumente zum Thema Handyverbot aufzuschreiben.

Teilgenommen haben etwa 35 junge Menschen zwischen 9 und 19 Jahren aus ganz Brandenburg von Bad Freienwalde über Potsdam bis Lauchhammer.

Was denken junge Menschen über Handyverbote?

Jugendliche lehnen pauschale Handyverbote ab. Aus ihrer Sicht sind Smartphones zugleich Risiko und Schutzraum, Ablenkung und Lernhilfe – und ein zentraler Bestandteil sozialer Teilhabe. Ein undifferenziertes Verbot wird dieser Realität nicht gerecht.

Viele Jugendliche halten klare Regeln und begrenzte Bildschirmzeiten, vor allem für jüngere Kinder, für sinnvoll. Weniger Nutzung kann Gesundheit, Konzentration und echte Begegnungen fördern. Entscheidend sind dabei altersgerechte, zeitlich begrenzte Regelungen und attraktive Alternativen statt genereller Verbote.

Pauschale Verbote haben aus Sicht der Jugendlichen deutliche Nachteile: Sie erschweren soziale Kontakte, schließen aus und behindern die sinnvolle Nutzung von Smartphones als Lern- und Organisationsmittel – auch für den reflektierten Umgang mit KI. Zudem bezweifeln viele die Wirksamkeit von Verboten, da diese oft umgangen werden und ohne pädagogische Begleitung wirkungslos bleiben.

Jugendliche sprechen sich daher für einen verantwortungsvollen, begleiteten Umgang mit Smartphones aus. Sie wünschen sich klare Regeln, transparente Begründungen, medienpädagogische Unterstützung und echte Beteiligung. Zukunftsfähige Lösungen entstehen aus ihrer Sicht nicht durch Kontrolle, sondern durch Vertrauen, Bildung und Mitgestaltung.

Das Projekt TikTok

Gemeinsam mit jungen Menschen aus dem Stadtjugendring Potsdam haben wir überlegt, dass wir noch mehr junge Menschen einbeziehen und die Diskussion weiterführen möchten.

Zwei FSJlerinnen sind auf die Straße gegangen und haben junge Menschen gefragt, was sie über eine Begrenzung von Social Media, bzw. Handy-Nutzung denken.

Der Clip mit den Ergebnissen der Plakataktion und der Umfrage werden pünktlich zum Safer Internet Day auf TikTok veröffentlicht. Damit sollen noch mehr junge Menschen inspiriert werden, ihre Meinung zu teilen.

Die Ergebnisse der Plakataktion und der Umfrage werden pünktlich zum Safer Internet Day auf TikTok veröffentlicht. Damit sollen noch mehr junge Menschen inspiriert werden, ihre Meinung zu teilen.

weitere Infos: hier