| Ein Kommentar auf Facebook, ein Video auf TikTok, eine Nachricht in der Gruppe – und plötzlich ist die Stimmung gekippt. Was online gesagt wird, bleibt nicht online. Hass und Hetze aus dem digitalen Raum wirken ins echte Leben hinein und verändern, wie wir miteinander umgehen – auf dem Schulhof, in der Familie, im Verein. |
Digitale Teilhabe muss für alle möglich sein
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| Die repräsentative Studie „Lauter Hass – leiser Rückzug“ des Netzwerks toneshift zeigt, wie Hass im Netz den demokratischen Diskurs bedroht – und wie er Betroffene in die Stille treibt. Der Titel sagt es direkt: Wer dauerhaft Anfeindungen erlebt oder miterlebt, zieht sich zurück. Das ist kein schwaches Verhalten – das ist eine nachvollziehbare Reaktion auf Druck und Angst. Die Gefühle dabei sind real. Besonders besorgniserregend ist die Wirkung auf Kinder und Jugendliche. Viele nehmen Hasskommentare als „im Internet eben normal“ wahr – und beteiligen sich daran, um sozial dazuzugehören. In Umfeldern, die demokratie- und menschenfeindliche Haltungen unterstützen, finden Jugendliche schnell Anschluss in digitalen Communities, die ihr Weltbild bestätigen und verstärken. Verfassungsfeindliche Akteure sind auf Social-Media-Plattformen aktiv und sprechen junge Nutzer:innen gezielt an. (Vgl. Televizion: „Jugendliche, Soziale Medien und Undemokratische Tendenzen“, 38/2025/2) |
Der digitale Raum als Verstärker
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| Das digitale Umfeld wirkt dabei wie ein Verstärker. Algorithmen belohnen Empörung. Bots verstärken Hasskommentare, bis sie unverhältnismäßig groß wirken. Und mittlerweile beschleunigen generative KI-Tools diese Dynamiken noch einmal: Texte, Bilder, Videos, ganze Profile lassen sich in kürzester Zeit erstellen und gezielt einsetzen, um Einzelne einzuschüchtern oder zu diffamieren. Antiliberale Akteur:innen nutzen das gezielt: Sie setzen nicht nur auf bestimmte Inhalte, sondern auf die Verschiebung von Denkstrukturen – die „Brillen“, durch die Menschen die Welt sehen. Feindbilder, Dauerkrise, Schwarz-Weiß-Denken. Diese Strukturen machen unterschiedlichste Milieus untereinander anschlussfähig – von Fitness-Communities über rechtslibertäre Kanäle bis hin zu rechtsextremen Narrativen. (Quelle: CeMAS, „Das Betriebssystem antiliberaler Diskurse“, Juni 2026) |
Was sehen wir – und was interessiert uns
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| Digitaler Hass im Netz ist ein großes Thema – gesellschaftlich, politisch und in der Erziehung. Wir als AKJS Brandenburg schauen bewusst auf konkrete Erscheinungsformen: Wo begegnen junge Menschen Hass? Wie erleben Erwachsene diese Situationen und Auswirkungen in ihrer Arbeit, in ihrem Umfeld und als Eltern? Welche Situationen sind besonders herausfordernd? Unser Ziel ist es, das große Thema in seinen Einzelphänomenen erfassbar und damit (an)greifbar zu machen. Denn Schutz beginnt mit Wissen. |
| Daher fragen wir euch: Was begegnet euch – in der Schule, im Jugendclub, in Beratungsgesprächen oder im eigenen Alltag? Wo seht ihr die größten Herausforderungen, wenn es um Hass, Hetze und deren Wirkung auf das Miteinander geht? Schreibt es uns. Eure Perspektive hilft uns, passgenaue Angebote zu entwickeln: |
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| Das Projekt GONE – Gemeinsam ohne Hass im Netz wird gefördert durch |
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