MATERIALIEN

INFO-BOX GEWALT IM DIGITALEN RAUM

Der digitale Raum ist aus dem Leben der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Vor allem für junge Menschen ist er unverzichtbarer Bestandteil ihres sozialen Lebens. Hier werden Beziehungen geknüpft und ausgelebt, sich ausprobiert, Netzwerke aufgebaut, Spiele gespielt und sich zu allen möglichen Themen ausgetauscht. Der digitale Raum spielt eine wichtige und auch wertvolle Rolle in der Identitätsentwicklung junger Menschen und ist vom analogen Raum nicht mehr getrennt zu denken.

Auch hier sind junge Menschen jedoch mit verschiedenen Formen von Gewalt konfrontiert. Diese Info-Box soll Fachkräfte dabei unterstützen, junge Menschen bei der Bewältigung möglicher Gewalt-Erlebnisse zu begleiten und sie zu stärken, sich davor zu schützen.

Hier geht es zur Info-Box

Gemeinsam für starke Kinder im digitalen Alltag. Elternarbeit zu Medienerziehung – eine Praxishilfe

Diese Broschüre ist aus der langjährigen Arbeit im Netzwerk Eltern-Medien-Beratung Brandenburg entstanden.
Sie ist kein Lehrwerk und keine Anleitung, die Schritt für Schritt abgearbeitet werden muss. Vielmehr ist sie eine
Arbeits- und Reflexionshilfe, die Sie dazu einlädt, innezuhalten und sich zu fragen:

„Wie sehen ich und mein Team eigentlich Eltern? Als Problemfälle oder als Verbündete?“
„Welche Haltung bringen wir in unsere Arbeit mit?“ „Wie können wir Räume öffnen, damit Eltern sich
trauen, Fragen zu stellen?“

Wie könnt ihr diese Broschüre nutzen?
■ Als Vorbereitung: Lest ein Kapitel vor eurer nächsten Veranstaltung und lasst euch inspirieren.
■ Zur Reflexion: Nutzt die Reflexionsfragen am Ende jedes Kapitels, um eure eigene Praxis zu überdenken.
■ Als Methodensammlung: Blättert gezielt zu den Kapiteln mit Methoden und Formaten, die zu eurer
aktuellen Situation passen.
■ Im Team: Arbeitet gemeinsam mit Kolleg:innen einzelne Kapitel durch und tauscht euch über eure
Erfahrungen aus.
Wir wünschen euch viel Freude beim Lesen, beim Ausprobieren und vor allem: beim Gestalten von Begegnungen
mit Eltern, die nachhaltig wirken.

Der digitale Raum im Schutzkonzept: ein praktischer Leitfaden

Der digitale Raum gehört untrennbar zur Lebenswelt und damit auch zur Entwicklung junger Menschen. Um damit einhergehenden Risiken begegnen zu können, ist es wichtig ihn auch beim Jugendschutz und somit auch in der Entwicklung von Schutzkonzepten mitzudenken. Die AKJS hat einen Leitfaden entwickelt, um Einrichtungen der Jugendhilfe dabei zu begleiten. Der Leitfaden unterstützt dabei, den digitalen Raum gezielt in bestehende oder neu zu entwickelnde, institutionelle Schutzkonzepte einzubinden. Er versteht sich nicht als Anleitung für ein vollständiges Schutzkonzept, sondern als Ergänzung, die Orientierung bietet und zur Auseinandersetzung anregt.
Neben dem Wissen über Gewaltphänomene bietet er Anregungen zur Bestandsaufnahme sowie Bausteine für die Einbindung des digitalen Raums in Präventions- und Interventionskonzepte, wobei die Perspektive der jungen Menschen ein zentraler Teil ist.

Kinderschutzparcours

Der Parcours heißt „Held*innentraining mit Finn und Emma“. Er bietet Kindern zwischen 8 und 12 Jahren die Möglichkeit, sich spielerisch mit den Kinderrechten, ihren eigenen Gefühlen und Stärken sowie mit Themen wie Nähe und Distanz, Macht, Wut und Gewalt auseinanderzusetzen. Und er ermutigt die Kinder explizit darin, sich bei Bedarf Hilfe und Unterstützung zu holen.

Er besteht aus vier Stationen, an denen sich die Kinder in kleineren Gruppen, moderiert von jeweils einer pädagogischen Fachkraft mit einem der Themen methodisch vielfältig auseinander setzen. So beschäftigen sie sich bspw. an der Station „Achte auf Deine Gefühle“ mit Gefühlskarten, der Unterschiedlichkeit von Gefühlen und wo im Körper man sie spüren kann. An der Station zu Gewalt, Wut und Macht überlegen sie z.B. anhandeiner Konfliktgeschichte, an welcher Stelle sie „Stopp“ sagen würden. An der Station zu Nähe und Distanz erfahren sie spielerisch, dass Grenzen unterschiedlich sein können und sie entscheiden, wo ihre Grenzen sind. Schließlich beschäftigen sie sich unter anderem anhand eines Wimmelbildes mit den verschiedenen Kinderrechten.

Ziel des Kinderschutzparcours ist es, Kinder darin zu bestärken, ihre eigenen Gefühle ernst zu nehmen und sie in ihrer Resilienz zu stärken. Er soll den Kindern ermöglichen, von ihren eigenen Handlungsstrategien zu berichten und Möglichkeiten zum Umgang mit problematischen Situationen aufzeigen. Wichtig ist dabei, die Kinder zu ermutigen sich Hilfe zu holen, den wahre Held*innen holen sich Unterstützung.

Der mobile Parcours kann bei der AKJS ausgeliehen werden und von 3 bis 4 geschulten Fachkräften ohne großen Aufwand in ihren jeweiligen Tätigkeitsbereichen genutzt werden.

Die Ausleihe des Kinderschutzparcours erfordert die vorherige Teilnahme von mindestens 2 Fachkräften einer Einrichtung an einer eintägigen Schulung. Dabei werden die Methoden des Parcours vorgestellt und Interessent*innen auf die Parcoursarbeit vorbereitet.

Die Teilnehmenden

  • durchlaufen Teile des Parcours selbst,
  • lernen das didaktische Material und die vier Stationen kennen:
    • Kinder haben Rechte
    • Achte auf deine Gefühle
    • Gewalt, Wut, Macht
    • Nähe und Distanz – NEIN sagen und Grenzen setzen
  • tauschen sich untereinander aus,
  • erhalten das Handbuch mit den Methoden zum Parcours und ein Zertifikat.

Der gesamte Parcours besteht aus

  • 5 stabilen Aufstellern, an denen Kinder interaktiv arbeiten können
  • die als Themengeber und als Einstieg in die Stationsarbeit dienen
  • eine Materialkiste (60x40cm) mit
  • 4 Taschen, in denen sich alle benötigten methodischen Materialien befinden
  • einem Handbuch für Moderator*innen

Wir haben Anfang Mai 2024 den Kinderschutz-Parcours aus Thüringen abgeholt, um ihn mit freundlicher Unterstützung des Landes Brandenburg und der Hans Dornbluth-Stiftung zur pädagogischen Nutzung in Brandenburg zur Verfügung zu stellen. Es sind mehrere Schulungen im Land Brandenburg geplant. Aktuelle Informationen zu den Schulungen finden Sie hier.

Bei Fragen zum Parcours melden Sie sich gerne unter: krug@jugendschutz-brandenburg.de

Um Kinder in ihrem alltäglichen Medienhandeln zu stärken, gibt es außerdem den Kindermedienschutzparcours als Präventionsangebot. Mit spielerischen Methoden haben die Kinder die Chance über ihre digitale Lebenswelt ins Gespräch zu kommen und ihr Verhalten und ihre Nutzung zu reflektieren. Im Moment gibt es keine gesonderten Schulungen, aber wir integrieren den Medienschutzparcours in die Schulung des Kinderschutzparcours.

Bei Fragen, gerne melden unter: matiszent@jugendschutz-brandenburg.de

Der Parcours wurde entwickelt von der LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. und wird in Brandenburg als Projekt gefördert durch den Landespräventionsrat Brandenburg.

Handreichung „Digital aufwachsen in HZE. 7 erste Schritte zum Medienkonzept. Ein Leitfaden für Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung.“

Viele Einrichtungen der Jugendhilfe in Brandenburg haben den Bedarf für medienpädagogische Begleitung erkannt und sich auf den Weg gemacht, um ein Medienkonzept zu erarbeiten.

Mit der vorliegenden Handreichung steht den Teams der Einrichtungen nun eine praktische Übersicht zentraler Schritte, Fragen und Aufgaben zur Verfügung, die den Arbeitsprozess zum Medienkonzept erleichtern soll. Der Leitfaden eignet sich auch, um das gesamte Team für die Relevanz des Medienkonzepts und die Verantwortung aller Fachkräfte dabei zu sensibilisieren.

Sie können sich den Leitfaden hier herunterladen.

Vielen Dank an das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport für die Förderung des Projekts.

Projektbericht „Medienkompetenz in der Frühpädagogik“

„Medienkompetenz in der Frühpädagogik“ ist ein Pilotprojekt zur Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte für medienpädagogische Fragestellungen – in Kooperation mit dem Büro Berlin des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis.

Mit diesem Projekt verfoltgen AKJS und JFF das Ziel, einen Impuls für fachlich fundierte Angebote zur Medienerziehung als Maßnahme der Prävention und Partizipation in Kindertagesstätten in den Regionen des Landes Brandenburg zu setzen.

Der Projektbericht fasst den Prozess und zentrale Erkenntnisse des erfolgreichen Modellprojekts zusammen.

Rechtsauffassung und Praxishinweise der Obersten Landesjugendbehörden zum Jugendschutz bei öffentlichen eSport-Veranstaltungen

eSport Events sind und werden immer mehr Bestandteil der Kinder- und Jugendkultur. Um Behörden bei der Entscheidung für öffentliche eSport Veranstaltungen zu unterstützen, geben die obersten Landesjugendbehörden Praxishinweise zur Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes (JuschG).